Ein Gin-Tasting ist keine Bar-Wissenschaft. Es ist eine saubere Reihenfolge mit drei Gläsern, etwas Wasser und der Geduld, drei Sekunden auf der Zunge zu lassen, was du normalerweise runterschluckst. Diese Anleitung führt dich von der ersten Pur-Verkostung bis zur abgeschlossenen Aroma-Notiz. Mit konkreten Mengen, dem Wasser-Trick und Beispielen aus dem Quarantini-Lineup. Plane 45 bis 60 Minuten pro Runde.
Bevor du den ersten Tropfen einschenkst, steht das Setup. Es entscheidet, ob du am Ende echte Unterschiede schmeckst oder nur dein Glas-Material.
Der häufigste Fehler beim ersten Tasting: Gins eiskalt aus dem Kühlschrank zu nehmen. Kälte betäubt die Botanicals. Lass die Flaschen mindestens 30 Minuten bei Zimmertemperatur stehen, bevor du loslegst. Ein guter Gin verträgt 20 Grad besser als 4.
Tasten lenkt ab. Schreiben mit der Hand zwingt dich, das Aroma zu benennen. Drei handschriftliche Worte pro Verkostung sind mehr wert als ein hingetipptes Foto.
Du wiederholst diese Reihenfolge pro Gin. Plane pro Sorte 10 bis 12 Minuten ein. Zwischen den Gins ein Bissen Brot und ein Schluck stilles Wasser, um die Zunge zu neutralisieren.
Schenke 2 cl pur ins Tulpenglas. Schwenke das Glas zweimal langsam. Rieche aus 20 cm Abstand, nicht direkt an der Nase. Dein Ziel: erste Botanical-Signale erkennen, ohne dass der Alkohol in die Nase brennt.
Nimm einen Mini-Schluck, gerade so viel, dass er auf der Zunge sitzt. Lasse ihn 3 Sekunden liegen, atme dabei durch die Nase aus. Notiere drei Worte zur Nase und drei zum Geschmack. Es muss nicht hochbegabte Wein-Sprache sein. Beispiele: 'fruchtig, würzig, frisch'.
Gib 3 bis 5 Tropfen stilles Wasser ins Glas. Schwenke kurz. Rieche und verkoste erneut. Du wirst Aromen wahrnehmen, die vorher hinter dem Alkohol versteckt waren. Notiere die Veränderung. Bei einem Quarantini Mango Gin tritt nach dem Wasser-Tropfen die Orangenblüte deutlicher hervor.
Im zweiten Glas 4 cl Gin auf 150 ml Tonic, immer das gleiche Tonic, ohne Eis im ersten Versuch. Verkoste. Schreibe drei Worte zur Tonic-Variante. Frage dich: welche Botanicals haben sich verstärkt, welche sind verschwunden? Manche Gins glänzen pur, andere erst im Mix.
Schließe die Notiz pro Gin mit einem Ein-Satz-Fazit ab. Beispiel: 'Klarer Frucht-Antritt, Wacholder im Rücken, mit Tonic süßer als erwartet.' Iss ein Stück Brot, trinke einen Schluck Wasser, dann der nächste Gin. Eile zerstört das Tasting.
Quarantini Tasting Set mit 4 Minis · ideal für den EinstiegDie Auswahl entscheidet, ob du am Ende klare Unterschiede schmeckst oder dreimal das gleiche Profil. Die Faustregel: ein Klassiker, ein Frucht-Gin und ein Experiment. So spannst du den Aroma-Korridor weit auf.
| Rolle | Empfehlung aus dem Quarantini-Lineup | Aroma-Schwerpunkt |
|---|---|---|
| Klassiker | Quarantini Dry Gin | Wacholder, Zitrus, klassisches London-Dry-Profil |
| Frucht-Gin | Quarantini Mango Gin | Mango, Maracuja, Orange, Orangenblüte, Wacholder |
| Experiment 1 | Quarantini Wildberry Gin | Beeren, dunkle Frucht, runder Körper |
| Experiment 2 | Quarantini Matcha Gin | Japanische Aroma-Welt, grüne Note, leicht herb |
| Experiment 3 | Quarantini Barrel Aged Gin 2025 | Holzfass-Note nach einem Jahr Reifung, Brücke zum Whisky |
| Experiment 4 | Quarantini Red Gin | Beeren-Botanical-Schwester von Black, fruchtig-trocken |
Wer in ein Tasting einsteigt und gleichzeitig nicht drei volle 0,5-L-Flaschen kaufen will, startet mit dem Tasting Set mit 4 Minis. Die Mini-Flaschen reichen für je zwei Verkostungs-Runden zu zweit und ersparen den großen Erst-Einkauf.
Diese Fehler sind häufig, aber leicht zu vermeiden. Wer sie kennt, spart sich die enttäuschte erste Runde.
Drei Tropfen stilles Wasser pro Pur-Glas öffnen die Aromen besser als jede zusätzliche Schwenk-Übung. Profis nutzen den Trick bei jeder Verkostung. Anfänger oft erst, wenn ihnen jemand davon erzählt.
Pro Gin nutzt du eine knappe Vorlage. Sie zwingt dich, dich festzulegen, statt vage zu bleiben.
Sammle deine Notizen in einem Heft. Nach drei oder vier Tastings hast du dein persönliches Aroma-Profil. Du weißt dann, welche Botanicals dich abholen und welche du eher meidest. Genau dieses Wissen führt zur dritten und vierten Flasche.
Wer schon zwei oder drei Tastings hinter sich hat, erweitert den Aufbau um ein Food-Pairing. Pro Gin ein passender Bissen.
| Gin | Pairing-Vorschlag |
|---|---|
| Quarantini Dry Gin | Manchego-Käse oder eingelegte Oliven |
| Quarantini Mango Gin | Frische Mango-Würfel oder Mozzarella mit Maracuja-Reduktion |
| Quarantini Wildberry Gin | Dunkle Schokolade ab 70 %, mit Beeren-Garnitur |
| Quarantini Matcha Gin | Edamame oder Wasabi-Erbsen, leicht salzig |
| Quarantini Barrel Aged 2025 | Geräucherte Mandeln oder Trockenfeigen |
Pairing macht die Verkostung dichter, aber auch komplexer. Anfänger lassen es im ersten Tasting weg und fügen es ab Runde drei dazu.
Ein Tulpenglas oder ein bauchiges Copa-Glas. Die enge Öffnung konzentriert die Aromen über dem Glasrand, die bauchige Form lässt den Gin atmen. Klassische Tumbler sind ungeeignet, weil die offene Form Aromen entweichen lässt. Highball-Gläser sind für den Gin Tonic gut, für die Pur-Verkostung zu schmal.
Drei bis maximal fünf Gins. Mehr und die Zunge wird müde, Aromen verschwimmen. Drei ist der Standard für Anfänger. Bei fünf brauchst du längere Pausen und mehr Brot zwischen den Verkostungen. Profis schaffen sieben bis neun, aber das ist nach Stunden Übung.
Wasser senkt den Alkoholgehalt punktuell und öffnet die Aromen. Der Effekt heißt Reduktion. Bei 42 % Vol wirken einige Aromen hinter dem Alkohol versteckt. Drei bis fünf Tropfen Wasser machen sie frei. Wichtig: stilles Wasser, raumtemperiert, nicht Sprudel.
Starte mit einem London Dry und einem fruchtigen Gin. Der London Dry zeigt das Wacholder-Profil klassisch. Der fruchtige Gin zeigt, wie Botanicals den Charakter verändern können. Quarantini Dry Gin und Quarantini Mango Gin bilden ein gutes Anfänger-Duo. Ein dritter Gin im Tasting darf experimentell sein. Zum Beispiel Quarantini Wildberry Gin mit Beeren-Botanicals oder Quarantini Matcha Gin mit japanischer Aromatik.
Pro Gin und Person rechnest du 4 cl. Bei drei Gins ergibt das 12 cl Gin pro Person, das entspricht zwei klassischen Drinks. Bei vier Personen und drei Gins reicht eine 0,5 L Flasche pro Sorte locker. Plane lieber etwas mehr ein, damit eine Zweitverkostung möglich ist.
Beides. Die Pur-Verkostung zeigt das Botanical-Profil ungefiltert. Die Tonic-Verkostung zeigt, wie sich der Gin im Cocktail verhält. Manche Gins glänzen pur, andere erst mit Tonic. Quarantini Mango Gin etwa öffnet sich mit Tonic deutlich, weil die Frucht-Botanicals sich mit der Kohlensäure verbinden. Quarantini Barrel Aged Gin zeigt die Holzfass-Note pur am klarsten.
Ein neutrales Indian Tonic. Fever-Tree Indian, Thomas Henry oder Goldberg sind sichere Optionen. Wichtig ist, dass du für alle Gins das gleiche Tonic nutzt, sonst vergleichst du Tonics statt Gins. Aromatisierte Tonics wie Mediterranean oder Elderflower sind für Fortgeschrittene, weil sie Botanicals überlagern können.
Für drei Gins rechnest du 45 bis 60 Minuten. Pro Gin etwa 10 bis 12 Minuten: Pur, Wasser, Tonic, Notiz. Plus Setup und Abschluss-Vergleich. Mit Snacks und Gesprächs-Pausen werden daraus schnell zwei Stunden. Wichtiger als die Dauer ist die saubere Reihenfolge.
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